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Großstädte in Deutschland - Wiesbaden

Wiesbaden ist die Landeshauptstadt und nach Frankfurt am Main zweitgrößte Stadt des Bundeslandes Hessen. Die Stadt ist Luftkurort, Kurbad und Anziehungspunkt für Touristen, nicht zuletzt wegen der Thermalquellen.

Nächst größere Stadt ist Frankfurt am Main ca. 30 km östlich. Eine näher gelegene, aber kleinere Großstadt ist Mainz direkt auf der gegenüberliegenden Rheinseite. Wiesbaden bildet eines der 9 Oberzentren des Landes Hessen.

Die Einwohnerzahl der Stadt Wiesbaden überschritt im ersten Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts die Grenze von 100.000, wodurch sie zur Großstadt wurde.

Geografie

Wiesbaden - größte Stadt des Rheingaus - liegt am rechten Ufer des Rheins gegenüber der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt Mainz, in einer Gebirgsmulde des Main-Taunus-Vorlandes, das sich vom Rhein im Süden bis zum Taunuskamm im Norden ausdehnt. Die Mulde wird begrenzt vom Neroberg im Norden, der Bierstadter Warte im Osten, dem Biebricher Wald im Westen und dem Hainer Berg im Süd-Osten.

Die Höhenlage der Innenstadt beträgt 115 m (am Schlossplatz), der höchste Punkt der Stadt befindet sich mit 608 m am Rheinhöhenweg, der niedrigste Punkt an der Hafeneinfahrt Schierstein (83 m).

Geschichte

Die ersten Besiedlungsspuren im Wiesbadener Stadtgebiet datieren aus dem Neolitikum. In der spätaugusteischen Zeit (um 6 bis 15 nach Christus) wurde von den Römern eine Befestigung errichtet. Die heißen Quellen werden erstmalig 77 in dem Werk Naturalis historia von Plinius dem Älteren beschrieben. Mit dem Ausbau der Thermen wird eine römische Siedlung begründet, die 121 unter dem Namen Aquae Mattiacorum erstmalig Erwähnung findet. Der Name bezieht sich auf den hier ansässigen chattischen Stamm der Mattiaker. 259/260 wird die Befestigung von den Alemannen erobert und zu weiten Teilen zerstört. Ungefähr 370 wird im Zuge der Befestigung der Rheingrenze eine Stadtmauer errichtet. Die Alemannen übernehmen als Verbündete des römischen Reiches die Sicherung des Gebietes.

Im 6. Jahrhundert verdrängen die Franken die Alemannen und errichten im 8. Jahrhundert einen Königshof. Einhard, der Biograf Karls des Großen, erwähnt um 828/830 Wisibada, die früheste Überlieferung des Namens Wiesbaden.

In den 70er Jahren des 12. Jahrhunderts werden die Grafen von Nassau mit den Herrschaftsrechten in und um Wiesbaden belehnt. Im Jahre 1242 erobert der Erzbischof von Mainz die Stadt und lässt sie niederbrennen. Vermutet wird eine Erhebung Wiesbadens zur Reichsstadt im Jahr 1232, was den Grund für die Zerstörung liefern könnte. 1270 kehrt Wiesbaden zur Grafschaft Nassau zurück.

Kaiser Ludwig der Bayer stellt Nassau 1329 das Münzprivileg aus und in Wiesbaden werden Münzen geprägt.

Während des Bauernkrieges erheben sich 1525 auch die Wiesbadener und verlieren nach ihrer Niederschlagung alle erteilten Privilegien, erst 1566 erhalten sie diese wieder. Mit der Ernennung Wolf Dentheners zum evangelisch-lutherischen Pfarrer wird 1543 die Reformation in Wiesbaden eingeführt. Im gleichen Jahr wird eine Lateinschule begründet, die als Vorbereitung für das Gymnasium in Idstein dient und später zur heutigen Diltheyschule wird.

Von 1609 bis 1610 wird das alte Rathaus erbaut, das älteste noch existierende Gebäude in Wiesbaden. Die meisten älteren Gebäude sind zwei Bränden in den Jahren 1547 und 1561 zum Opfer gefallen.

Nach dem Übergang des Fürstentums an die Usinger Linie des Hauses Nassau wird das Biebricher Schloss, ursprünglich ein Gartenhaus, welches zur Sommerresidenz erweitert wurde, 1744 zur Hauptresidenz und 1815 wird Wiesbaden Regierungssitz und Hauptstadt des Herzogtums Nassau.

1818 legt der Architekt Christian Zais Baupläne und Gutachten vor, die die Grundlage für das historische Fünfeck bieten, den alten Stadtkern, der von 5 geraden Strassen begrenzt wird. Von 1847 bis 1855 wird die russisch-orthodoxe Kirche am Neroberg als Gruftkirche der Herzogin Elisabeth Michailowna errichtet, und 1862 wird die Marktkirche eingeweiht. (Siehe auch Kapitel "Sehenswertes")

Im Deutschen Krieg wird Nassau österreichischer Bündnispartner und 1866 nach dem verlorenen Krieg von Preußen annektiert. 1867 wird der Regierungsbezirk Wiesbaden gebildet. In der Folgezeit wird Wiesbaden als Kurbad, Kongressstadt und Verwaltungssitz weiter ausgebaut und erlebt einen großen Aufschwung. Die Zeit um die folgende Jahrhundertwende gilt als die Blütezeit der Stadt. Wiesbaden wird zur Weltkurstadt und als Nizza des Nordens bezeichnet. Kaiser Wilhelm II. besucht die Stadt regelmäßig zur Sommerfrische. Im Gefolge des kaiserlichen Hofstaats kommen zahlreiche Adelige, Künstler und wohlhabende Unternehmer in die Stadt und lassen sich dort zunehmend auch nieder.

Aufgrund des starken Bevölkerungswachstums in der zweiten Hälfte des 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts wächst die Stadt enorm. Die Einwohnerzahl steigt zwischen 1840 (rd. 11.650) und 1910 (rd. 109.000) um nahezu das Zehnfache. Umfangreiche Stadterweiterungen werden notwendig. Neben den heute unter Flächendenkmalschutz stehenden Villengebieten Ost (zwischen Frankfurter und Bierstadter Straße) und Nord (um das Nerotal) entstehen in dieser Epoche vor allem die neuen Wohngebiete um die in einem Viertelkreisbogen von Süd nach West um das Historische Fünfeck verlaufende Ringstraße (Kaiser-Friedrich-Ring und Bismarckring). Hervorzuheben sind hier das im Nordwesten gelegene Feldherrnviertel, das südlich angrenzende Rheingauviertel und das Dichterviertel, die ihre Namen den entsprechenden Straßenzügen verdanken. Im Zweiten Weltkrieg kaum zerstört, gibt es hier noch heute viele Villen und Häuser im Baustil des Historismus, Klassizismus und Jugendstils.

Von 1884 bis 1887 wird das neue Rathaus erbaut und 1888 wird die Nerobergbahn in Betrieb genommen, die vom Ende des Nerotals zum Neroberg hochführt. (Siehe auch Kapitel "Sehenswertes")

Nach dem Ersten Weltkrieg wird Wiesbaden 1918 von der französischen Armee besetzt, 1921 wird hier das Wiesbadener Abkommen über die deutschen Reparationszahlungen an Frankreich geschlossen. 1925 wird Wiesbaden Hauptquartier der britischen Rheinarmee bis zum Abzug der Besatzungsmächte aus dem Rheinland 1930.

1929 wird der Flughafen bei Wiesbaden-Erbenheim eröffnet. Unter anderem von hier aus sind im Rahmen der Berliner Luftbrücke während der Blockade Westberlins nach dem Zweiten Weltkrieg Versorgungsflüge mit Frachtmaschinen, den so genannten Rosinenbombern, gestartet.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wird Wiesbaden 1945 von US-amerikanischen Truppen besetzt. Die rechtsrheinischen Mainzer Vororte Amöneburg, Kastel und Kostheim werden durch Anordnung der Militärregierung dem Stadtkreis Wiesbaden zugeordnet. General Dwight D. Eisenhower gründet das Land Groß-Hessen, Wiesbaden wird Hauptstadt. Nach der Gründung der Bundesrepublik Deutschland 1949 wird Wiesbaden Landeshauptstadt des neuen Bundeslandes Hessen.

Religionen

Das Gebiet der heutigen Stadt Wiesbaden gehörte ursprünglich zum Bistum Mainz. 1543 wurde durch das damalige nassauische Herrscherhaus die Reformation eingeführt. Vorherrschend war das lutherische Bekenntnis, doch gab es seit dem 18. Jahrhundert auch reformierte Gemeindeglieder. 1817 wurde in Herzogtum Nassau die Union zwischen lutherischen und reformierten Gemeinden durchgeführt. Sie gehörten somit zur Evangelischen Landeskirche in Nassau, die 1934 bzw. 1945/46 mit der Evangelischen Landeskirche in Hessen (Darmstadt) zusammen geschlossen wurde. Innerhalb dieser Landeskirche gehören die Gemeindeglieder - soweit sie keiner Freikirche angehörten - zum Dekanat Wiesbaden der Propstei Süd-Nassau.

Seit dem 18. Jahrhundert gab es auch vereinzelt wieder katholische Gemeindeglieder in Wiesbaden, die anfangs der Kirche in Frauenstein eingepfarrt waren. Seit 1791 konnten sie auch in Wiesbaden wieder öffentlich Gottesdienst feiern und 1801 erhielten sie ihr eigenes Bethaus. Später bauten sie sich wieder eigene Kirchen. Sie gehören zur Diözese Limburg, die 1827 für das damalige Herzogtum Nassau neu gegründet wurde. Innerhalb des Bistums Limburg gehören die Pfarrgemeinden der Stadt Wiesbaden (mit Ausnahme der ehemals zur Stadt Mainz gehörigen Gemeinden, welche zum Bistum Mainz gehören) zur gleichnamigen Region Wiesbaden.

Wappen

Das Wappen der Stadt Wiesbaden zeigt in Blau drei (2 : 1) goldene Lilien. Die Stadtflagge ebenso wie das Wappen ein blaues Tuch mit den drei goldenen Lilien.

Die Lilien tauchen erstmals im 16. Jahrhundert in den Stadtsiegeln auf. Es handelt sich um das Symbol der Grafen von Nassau, deren Residenz Wiesbaden lange Zeit war. Die heutige Form des Wappens wurde 1906 amtlich festgelegt.

Wirtschaft und Infrastruktur

Wiesbaden als Teil des Rhein-Main-Gebietes ist in erster Linie eine Dienstleistungsstadt, auch aufgrund des hohen Verwaltungsanteils als Landeshauptstadt. Der Anteil der verarbeitenden Industrie ist in den letzten Jahrzehnten kontinuierlich zurückgegangen, er macht mittlerweile etwas weniger als ein Drittel der Wiesbadener Wirtschaftsleistung aus. Neben den üblichen Landesverwaltungen und Ministerien haben auch das Bundeskriminalamt, das Landeskriminalamt Hessen, das Statistische Bundesamt und die Deutsche Klinik für Diagnostik ihren Sitz in Wiesbaden. Der Tourismus, vor allem im Kurbereich und im Kongressbereich, hat einen nicht unerheblichen Anteil am wirtschaftlichen Leben, ist jedoch kein bestimmendes Element. Insgesamt haben ca. 12.000 Unternehmen vom Handwerksbetrieb bis zu größeren Konzernen ihren Sitz in Wiesbaden, darunter auch so bekannte Firmen wie Abott, Dyckerhoff oder Linde.

Die Thermalquellen

Wiesbaden ist unter anderem berühmt für seine vielen natriumchloridhaltigen Thermalquellen, die für vielfältige Kuren genutzt werden. Schon seit der Zeit der Römer sind in der Stadt Bäder in Betrieb und bis heute sind einige Quellen öffentlich zugänglich, wie z.B. der Kochbrunnen, der mit nahezu 350 Litern pro Minute die ergiebigste Quelle ist, oder der Faulbrunnen, der seinen Namen Schwefelverbindungen mit ihrem typischen Geruch verdankt. Das städtische Thermalbad wird aus natürlichen Quellen gespeist. Auch die Kaiser-Friedrich-Therme, ein Bad im alten römischen Stil, ist sehr bekannt.

Besucher wie Johann Wolfgang von Goethe, Fjodor Dostojewski, Richard Wagner, Alexej von Jawlensky oder Johannes Brahms haben wegen der Quellen in Wiesbaden Station gemacht.

Wein und Sekt

Wiesbaden gehört mit zu der Weinanbauregion Rheingau, was sich am deutlichsten während der Rheingauer Weinwoche widerspiegelt, wenn der Schlossplatz am alten Rathaus für ein paar Tage zur größten Weintheke der Welt wird, wie der dazugehörige Slogan lautet. Auch das städtische Weingut am Neroberg, die vielen mittelständischen Winzer oder Sektkellereien wie Henkell & Söhnlein oder Fürst Metternich belegen dies.

Das kulturelle und vor allem das gastronomische Leben in Wiesbaden wird vom Wein mitgeprägt, was die Stadt in dieser Hinsicht doch etwas von vielen anderen Städten abhebt.

Verkehr

Die Stadt Wiesbaden ist gut an das deutsche Verkehrsnetz angeschlossen. Durch das südliche Stadtgebiet führt in West-Ost-Richtung die Bundesautobahn A 66 in Richtung Frankfurt am Main. Von ihr zweigen in Richtung Süden die A 643 nach Mainz und in Richtung Südosten die A 671 nach Rüsselsheim ab. Im Osten führt die A 3 von Frankfurt in Richtung Köln vorbei. Folgende Bundesstraßen führen durch das Stadtgebiet: B 54, B 262, B 263, B 417 und B 455.

Den öffentlichen Personennahverkehr ÖPNV bedienen Busse der ESWE Verkehrsgesellschaft mbH (ESWE) sowie anderer Unternehmen. Wiesbaden ist an das S-Bahn-Netz Rhein-Main angeschlossen. Die Stadt ist Endhaltestelle der S-Bahn-Linien S 1, S 8 und S 9 aus Richtung Frankfurt am Main. Wiesbaden ist außerdem seit der Fertigstellung der Neubaustrecke Frankfurt/Rhein-Main - Köln an das ICE-Netz angeschlossen und damit seit 2002 wieder ein Fernbahnhof. Alle Linien im Wiesbadener und Mainzer Stadtgebiet sind zu einheitlichen Preisen innerhalb des Rhein-Main-Verkehrsverbunds zu benutzen.

Vor einigen Jahren wurde eine Wiesbadener Stadtbahn als Ergänzung zum Busliniennetz als Idee eingebracht. Sie fand sowohl Befürworter als auch Gegner dieses Projektes. Einige Parteien sprachen sich in der Stadtpolitik für dieses Projekt aus. Die Firma ESWE plante, die Stadtbahn bis zum Ende des Jahrzehnts zu verwirklichen. Der momentane Status ist unklar. Einige - nicht unbedingt objektive.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Zu den Sehenswürdigkeiten in Wiesbaden zählt unter anderem die evangelische Marktkirche, die im 19. Jahrhundert von Carl Boos erbaut wurde. Sie ist der erste reine Ziegelbau in Nassau, eine neogotische dreischiffige Basilika. Zentral gelegen gehört dieses 92 m hohe, eindrucksvolle Bauwerk zu den Wahrzeichen der Stadt und ist das höchste Gebäude in Wiesbaden. Sie begrenzt den Marktplatz mit dem historischen Marktkeller im Norden. Zwischen dem Marktplatz und dem Schlossplatz liegt das neue Rathaus, das von 1884 bis 1887 nach Plänen von Georg von Hauberrisser gebaut wurde. Die Fassade im Stil der Neorenaissance wurde 1945 durch Bomben zerstört, 1951 wurde das Rathaus in einer schlichteren Version wieder hergerichtet. Im Pflaster des Schlossplatzes vor dem Rathaus ist der Reichsadler eingelassen, flankiert vom nassauischen Löwen und den Lilien Wiesbadens. Am Schlossplatz steht das alte Rathaus, welches jetzt als Standesamt dient, das älteste noch erhaltene Gebäude der Stadt aus dem Jahre 1610. Ebenfalls an den Schlossplatz grenzt das ehemalige Stadtschloss der Nassauer, das jetzt Sitz des hessischen Landtags ist.

Am Rande der Innenstadt liegt der Kurpark, ein sehr schöne Erholungsanlage mit Spazierwegen und Teichen. Neben dem Kurpark erheben sich das Staatstheater mit den Theaterkolonnaden, dem Kurhaus (das wohl bekannteste Wahrzeichen der Stadt) und den Kurhauskolonnaden rund um das Bowling Green, eine Rasenanlage mit mehreren großen Springbrunnen. Das Bowling Green wird öfter für kulturelle Freiluftveranstaltungen jeder Art verwendet, von großen Feierlichkeiten bis zu Konzerten aus allen musikalischen Bereichen.

Am Rhein befindet sich das Biebricher Schloss, die ehemalige Residenz der nassauischen Fürsten. Hier sitzen das Hessische Landesamt für Denkmalpflege, die Hessische Staatsbäderverwaltung und die Filmbewertungsstelle. Im angrenzenden Schlosspark findet alljährlich an Pfingsten das Internationale Reit- und Fahrturnier statt, auch kurz Pfingstturnier genannt.

Im Norden der Stadt erhebt sich der Neroberg, liebevoll auch der Hausberg genannt, von dort bietet sich ein schöner Blick über Wiesbaden. Zum Neroberg hinauf führt die Nerobergbahn, eine mit Wasserballast betriebene Standseilbahn, die seit 1888 in Betrieb ist und als technisches Kulturdenkmal gilt. Die Bahnstrecke ist 440 m lang, überwindet einen Höhenunterschied von 80 m und ist hat eine Steigung von bis zu 25%. Sie bietet den schönsten Weg nach oben zum Gipfel des Neroberges. Am Hang des Neroberges liegt eine russisch-orthodoxe Kirche, die allgemein nur als die griechische Kapelle bezeichnet wird. Mit ihren goldenen Kuppeln (die mit echtem Blattgold verkleidet sind!), welches aufgrund der Lage weithin sichtbar ist, gehört auch sie zu den Wahrzeichen Wiesbadens. Ebenfalls am Neroberg liegt das städtische Weingut, der Wein wird jedoch nur zu offiziellen Anlässen verwendet und ist nicht im Handel erhältlich.

In Wiesbaden-Dotzheim ist ein Endbahnhof der Nassauischen Touristikbahn, die auf der Strecke der Langenschwalbacher Bahn, auch Aartalbahn genannt, einen Museumsbahnbetrieb unterhält. Die Bahnstrecke von Wiesbaden nach Diez steht als technisches Denkmal unter Schutz und ist mit ca. 60km wohl das längste Denkmal Deutschlands.

Theater

  • Hessisches Staatstheater

Museen

  • Museum Wiesbaden (Kunstsammlung, Naturwissenschaftliche Sammlung, Nassauische Altertümer)
  • Frauenmuseum

Regelmäßige Veranstaltungen

  • Mai: Internationale Maifestspiele
  • Mai: Apfelblütenfest in Naurod
  • Mai/Juni: Internationales Reit- und Springturnier im Biebricher Schlosspark
  • Mai/Juni: Kranzplatzfest
  • Juni: Wilhelmstraßenfest "Theatrium"
  • Juli: Hafenfest in Schierstein
  • Juli: Gibber Kerb
  • Juli-August Skate Nights
  • August: Rheingauer Weinwoche
  • November/Dezember: Sternschnuppenmarkt (Weihnachtsmarkt)

Söhne und Töchter der Stadt

Die folgende Übersicht enthält bedeutende, in Wiesbaden geborene Persönlichkeiten chronologisch aufgelistet nach dem Geburtsjahr. Ob die Personen ihren späteren Wirkungskreis in Wiesbaden hatten oder nicht ist dabei unerheblich. Die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

  • 1833, 19. Dezember, Wilhelm Dilthey, † 1. Oktober 1911 in Seis bei Bozen, Philosoph, Psychologe und Pädagoge
  • 1849, 16. März, Karl Burgmann, † 29. Juni 1919 in Leipzig, Sprachforscher und Indogermanist ("Grundriß vergleichender Grammatik der indogermanischen Sprachen")
  • 1880, 29. Juni, Ludwig Beck, † 20. Juli 1944 (erschossen) in Berlin, Militär und Widerstandskämpfer
  • 1906, 10. August, Dr. Wilhelm Kempf, † 9. Oktober 1982 in Wiesbaden, Bischof von Limburg 1949-81
  • 1921, 25. März, Simone Signoret, Schauspielerin
  • 1928, 12. März, Paul Kuhn, Bandleader, Sänger ("Es gibt kein Bier auf Hawaii", "Der Mann am Klavier")
  • 1939, 31. März, Volker Schlöndorff, Regisseur
  • 1942, 21. November, Heidemarie Wieczorek-Zeul, Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung seit 1988
  • 1942, 12. Dezember, Hannelore Rönsch, Bundesministerin für Familie und Senioren 1991-1994
  • 1959, 26. Februar, John McEnroe, US-amerikanischer Tennisspieler
  • 1960, 24. August, Sami Kalifa, Sänger, Mitglied der Popgruppe Wind ("Für alle")

Weitere bedeutende Persönlichkeiten der Stadt

  • Carl Remigius Fresenius, 1818 in Frankfurt am Main, † 1892 in Wiesbaden, Chemiker, gründete 1848 das Institut Fresenius
  • Konrad Duden, 1829 Hof Bossigt bei Wesel, † 1911 in Sonnenberg bei Wiesbaden, Philologe, legte mit seinen Werken (der spätere "Duden") die Grundlage der deutschen Einheitsrechtschreibung
  • Otto Henkell, 1869 † 1929 in Wiesbaden, Sektfabrikant, führte die Sektkellerei Henkell & Co zu Weltruhm
  • Alexej von Jawlensky, 1864 in Torschok (Russland), † 1941 in Wiesbaden, Maler des Expressionismus
  • Bernard von Brentano 1901 in Offenbach, † 1964 in Wiesbaden, Schriftsteller, Lyriker, Dramatiker und Essayist
  • Eddie Constantine 1917 in Los Angeles (USA), † 1993 in Wiesbaden, Filmschauspieler
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